Goldsteig Historie

Anstieg Mühlriegel - Fotograf Michael Körner

… und wie der Goldsteig zu seinem Namen kam:

Die „Goldene Straße“, die in Neustadt a.d. Waldnaab den Goldsteig kreuzt, erlebte im Mittelalter, zur Zeit Kaiser Karl IV. ihre Blüte als bedeutendster Handelsweg von Nürnberg nach Prag. Die „Goldenen Steige“ waren Salzsäumerpfade, auf denen das „weiße Gold“ von der Donau nach Böhmen transportiert wurde. Auch „echtes“ Gold gab es in Ostbayern: Zahlreiche Goldminen und Gold-führende Bäche sind in den Mittelgebirgen Oberpfälzer Wald und im Bayerischen Wald dokumentiert. So wurde beispielsweise in der Region Oberviechtach seit dem 14. Jahrhundert nachweislich nach Gold gesucht. Auf einem eigenen Gold-Lehrpfad wird mit Hilfe von Schautafeln die Geschichte des Goldabbaus dargestellt. Kinder werden hier zu waschechten Goldsuchern. Sogar das Goldwäscherdiplom kann erreicht werden.

In Riedlhütte am Nationalpark Bayerischer Wald liegen heute noch geheimnisvolle Hügelketten, auch als Seifenhügel bezeichnet, an exponierter Stelle entlang der Ohe, die das Klosterfilz durchzieht. Dies ist zusammen mit dem „Großen Filz“ eines der größten Moorgebiete Europas. Hier siebten einst Goldwäscher viele Tonnen Bachsand auf der Suche nach dem Edelmetall. Heute kann man am historisch nachgebauten Riedlhütter Goldwaschplatz neuerlich sein Glück versuchen und unter Anleitung Gold waschen.

Die „Goldsteig Käsereien Bayerwald GmbH“ führt ihren Namen seit 1992. Sie wird von rund 3.500 Goldsteig Milchbauern des Bayerischen Waldes beliefert. Daraus entstehen erstklassige Käseprodukte. Von den bäuerlichen Betrieben wird der größte Beitrag für die Pflege der Kulturlandschaft unserer Heimat geleistet. Damit schließt sich der Kreis von Kulturlandschaftspflege, regionalen Produkten zu naturnahem Urlaub und Tourismus.

Der Name Goldsteig ist die Verbindung von Historie, schöner Landschaft, Wandergenuss und qualitätsvollen Produkten unserer Heimat.