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Pingartener Porphyr

Eines der schönsten Geotope in Bayern ist der Pingartener Porphyr bei Bodenwöhr im Oberpfälzer Wald. Der heute aufgelassene Steinbruch ist bayernweit der einzig größere Aufschluss in Rotliegend-Sedimenten und ein beeindruckendes Zeugnis der Erdgeschichte.

Das Geotop Pingartener Porphyr bei Bodenwöhr im Oberpfälzer Wald.
Das Geotop Pingartener Porphyr bei Bodenwöhr im Oberpfälzer Wald.  - © Tourismuzentrum Oberpfälzer Wald

Vor 300 Millionen Jahren prägte ein Faltengebirge die europäische Landschaft, welches durch Wind und Wetter immer mehr abgetragen wurde. Danach füllten sich die zwischen den Gebirgsketten liegenden Senken mit Abtragungsschutt. Dieser war aufgrund des trockenen und wüstenhaften Klimas schlecht sortiert und rot gefärbt, was ihm den Name "Rotliegende" gab.

Lawinenartig anschwellende Schlamm- und Wassermassen, die in der gebirgigen Wüstenlandschaft durch plötzliche starke Regengüsse entstanden, führten zu einer raschen weiteren Ablagerung und bildeten so die Erzhäuser Arkose. Aufgeschlossen wird diese Erscheinung durch den Pingartener Porphyr.

Eigentlich bezeichnet das Wort "Porphyr" magmatisch entstandene Gesteine mit großen Einsprenglingen in der feinkörnigen Grundmasse. Da die Rotliegend-Sedimente ähnlich aussehen, bezeichnete man den Pingartener Porphyr fälschlicherweise als solchen. Bis Anfang des 20. Jahrhundert wurde die Erzhäuser Arkose sowie auch der Pingartener Porphyr intensiv abgebaut und als Eisenbahnschotter benutzt bis die Konkurrenz durch den besser geeigneten Granit zu groß wurde.

Heute ist der kleine Steinbruch bayernweit der einzig größere Aufschluss in Rotliegend-Sedimenten und ist daher ein beeindruckendes Zeugnis der Erdgeschichte.

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